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Frauen sollen forschen

■ Senat fördert 79 Frauenforschungsprojekte / Privatforscherinnen sollen Drittmittel auftreiben / Keine Chance für frauenforschende Männer

„Hohe wissenschaftliche Qualifikation“ und „großes Interesse“ bei den Frauen habe es bei den Bewerbungen um Mittel zur Frauenforschung gegeben, freute sich gestern die Frauenbeauftragte von Braun (FDP). Seit der Ausschreibung des Programms zur Förderung von Frauenforschung im Juni beantragten 152 Forscherinnen oder Institutionen Mittel aus dem Forschungsprogramm. Bei insgesamt bewilligten 500.000 Mark wurden von der Auswahlkommission 79 Anträge zur Förderung empfohlen. Für 1989 sind eine Million Mark vorgesehen. Bis 1992 soll der Etat auf bis zu drei Millionen Mark erhöht werden.

Die 62 Stipendiatinnen sind angehalten, sich nach Drittmitteln umzusehen, wenn der Förderungszeitraum ausgelaufen ist. Männer, die zu Frauenthemen forschen, gehen bei diesem Programm leer aus. Es ist ausdrücklich dazu vorgesehen, Wissenschaftlerinnen zu fördern.

Finanzielle Unterstützung nach dem Programm erhalten neben den Forscherinnen auch vier Forschungsprojekte und 13 „Maßnahmen zur Infrastruktur“. Dazu gehören vor allen Dingen Bibliotheken, Archive und Fachtagungen. Zu den Themen der zwei- bis vierjährigen Forschungsprojekte gehören das Verhältnis von Frauen zu neuen Techniken und Verhinderung von gewaltförmiger Konfliktaustragung in der Grundschule. Frau von Braun gefiel wegen des hohen Gebrauchswerts besonders ein Projekt, das für die nächsten Jahre vorgesehen ist. Es soll untersuchen, wie Ausbildung und Berufstätigkeit von alleinstehenden Müttern unter 25 Jahren verbessert werden kann.

RiHe

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