: Frankfurter SPD paralysiert
Frankfurt (taz) - Der Frankfurter Oberbürgermeister Volker Hauff (SPD) und sein Planungsdezernent Martin Wentz (SPD) redeten am Donnerstag auf einer Pressekonferenz im Römer nicht lange um den heißen Brei herum: Die sozialdemokratische Fraktion im Stadtparlament hat dem sozialdemokratisch geführten Magistrat in Sachen Schlachthofverlagerung die Gefolgschaft aufgekündigt (siehe taz von gestern). Und nach dieser mitternächtlichen Entscheidung der Fraktion, die den rot-grünen Magistrat in eine schier ausweglose Situation hinein manöveriert hat, sei man „erst einmal einen picheln gegangen“ (Wentz). „Gepichelt“ wurde auch in Niedereschbach, dem vorgesehnen Standort für den Schlachthof im Norden der Metropole. Mit dem Votum der SPD gegen das Projekt sei der Ort nämlich „aus der Diskussion“, wie ein Mitglied der Bürgerinitiative „Für das Leben - Gegen den Schlachthof“ erklärte. Im Römer werden bereits Alternativstandorte auf dem offenen Markt der Meinungen gehandelt. Wieder andere vertraten die Auffassung, daß man auf einen Großschlachthof ganz verzichten könnte.
kpk
Gemeinsam für freie Presse
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen