: Frankfurt jagt Ökosünder
Weggeworfene Kippe kann teuer werden: Stadt droht Müllsündern mit Bußgeldern
FRANKFURT/MAIN dpa ■ Die Stadt Frankfurt am Main sagt Müllsündern den Kampf an. Hohe Geldbußen drohen schon bei kleinsten Umweltsünden wie etwa weggeworfenen Zigarettenkippen. Oberbürgermeisterin Petra Roth (CDU) startete gestern die Initiative „Müll macht schlechte Laune“. Künftig soll das Wegwerfen von Kaugummis, Zigarettenkippen, Taschentüchern und anderem Kleinmüll mit Geldbußen zwischen 20 und 35 Euro geahndet werden. Noch teurer soll es bei Hundehäufchen auf dem Gehweg und wildem Sperrmüll werden. Dann droht Bußgeld bis 150 Euro.
„Der Schmutz fällt nicht vom Himmel. Wir sind die Verunreiniger. Es muss selbstverständlich sein, dass man nichts wegwirft“, sagte Roth. Die jährlichen Kosten der Verkehrsbetriebe und der Bahn für die Müllbeseitigung aus dem öffentlichen Raum bezifferte sie auf rund 50 Millionen Euro. Eine Müllpolizei will die Stadt allerdings nicht einrichten, vielmehr soll der bereits bestehende Außendienst des Ordnungsamtes die neuen Aufgaben miterledigen.
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