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Fliegen kann teurer werden

■ Studie will Abgabe für Flugabgase

Berlin (dpa) – In einer von fünf EU-Staaten finanzierten Studie wird eine europaweite Emissionsabgabe auf Flugzeuge gefordert. Ziel der Abgabe sei es, den erwarteten starken Anstieg der Schadstoffe in der Luft durch den Flugverkehr zu bremsen. Das teilten gestern das Umweltbundesamt Berlin und der Verkehrs-Club Deutschland (VCD) mit. Diese Abgabe würde eine Flugreise innerhalb Europas zwischen 3,70 Mark und 46,25 Mark verteuern.

Die bereits Ende März in Brüssel an EU-Kommissarin Ritt Bjerregard übergebene Studie geht auf die Initiative der niederländischen Stiftung für Natur und Umwelt und der Europäischen Föderation für Transport und Umwelt zurück. Ein Sprecher des Umweltbundesamtes nannte die Studie „seriös und interessant“. Burkhard Reinartz vom VCD bezeichnete eine Emissionsabgabe als das „absolute Minimum, das unternommen werden sollte, um die Umweltauswirkungen des Flugverkehrs zu reduzieren“. Die Vereinigung von in Deutschland vertretenen Fluglinien kündigte hingegen an: „Wir werden gegen die Einführung einer Emissionsabgabe kämpfen.“

Die von Deutschland, Holland, Österreich, Dänemark und Norwegen sowie der EU-Kommission finanzierte Studie geht davon aus, daß die Einführung einer Kerosinsteuer nicht in kürze zu erwarten ist. Eine Abgabe könnte auf europäischer Ebene jedoch relativ schnell eingeführt werden. Mit einer Verteuerung schadstoffreicher Flugzeuge würde sich ihr Kohlendioxidausstoß bis zum Jahre 2015 nur verdoppeln und nicht mehr, wie jetzt erwartet, verdreifachen.

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