piwik no script img

Fernsehen tötet

Detroit (Reuter) – Eine US- Fernseh-Talk-Show ist nach Ansicht der Staatsanwaltschaft mitverantwortlich für den Mord an einem Schwulen. An der Aufzeichnung der „Jenny Jones Show“, in der Gäste mit schockierenden Einzelheiten ihres Privatlebens konfrontiert werden, nahm vergangene Woche ein Mann teil, um die Identität seiner heimlichen Verehrerin zu erfahren. Die Produzenten überraschten den 34jährigen mit der Tatsache, daß die heimliche Liebe von einem schwulen Mann ausging. Drei Tage später erschoß der Mann seinen Verehrer. Während die Staatsanwaltschaft die „Überfalltaktik“ und die „Demütigung“ des Mannes kritisierte, wiesen die Produzenten jegliche Verantwortung zurück.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen