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Fähre war führerlos

Auch der erste Offizier der griechische Fähre sah fern anstatt zu steuern. Bis jetzt wurden 66 Tote geborgen

ATHEN dpa ■ Einen Tag nach dem Fährunglück vor der griechischen Ferieninsel Paros, bei dem mindestens 66 Menschen umkamen, wurden der Kapitän, der erste Offizier, ein auszubildender Kapitän und der Steuermann festgenommen. Griechenlands Ministerpräsident Kostas Simitis will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen.

„Ich bin kurz von der Brücke weggegangen, um ein Fußballspiel zu sehen“, soll der erste Offizier der Küstenwache gesagt haben. Als er später auf die Brücke zurückkehrte und dem Steuermann den Befehl gab, nach links auszuweichen, war es zu spät. Auch der Kapitän hielt sich nach Aussagen von Passagieren zum Unglückszeitpunkt in der Bar der Fähre auf und schaute sich das Fußballspiel Hamburger SV gegen Panathinaikos Athen an.

Bis gestern konnten noch nicht alle Opfer geborgen werden. Vermisst werden noch 8 bis 14 Menschen. Alle bis auf zwei Leichen wurden identifiziert. Darunter seien keine ausländischen Touristen.

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