■ FRANKFURTER BUCHMESSE: Iranische Verlage ausgeschlossen
Berlin (taz) — Die iranischen Verlage werden nun doch von der Frankfurter Buchmesse ausgeschlossen. Das beschloß der Vorstand des Börsenvereins und der Aufsichtsrat der Messe GmbH nach heftigen Protesten von Schriftstellern, dem deutschen PEN und elf bekannten Verlagen wegen der Todesdrohungen gegen Salman Rushdie. Günter Grass kündigte den Boykott der Messe an. Bis heute ist der Mordbefehl gegen den Autor wegen dessen Buch Die satanischen Verse von den Teheraner Machthabern nicht aufgehoben worden. Im letzten Jahr war der japanische Übersetzer des Buchs, Hitoshi Igarashi, unter ungeklärten Umständen erstochen worden. SEITE 2
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen