: FDP: Verwaltung will Ausländer abschrecken
Berlin. Scharfe Kritik am Umgang mit Flüchtlingen aus Somalia, Angola und Sudan hat der ausländerpolitische Sprecher der FDP, Seering, gestern an Innensenator Heckelmann gerichtet. Diese Menschen erhielten Ausreiseaufforderungen und Grenzübertrittsbescheide, obwohl keine Reiseverbindungen in diese Länder bestehen. Mit den Bescheinigungen fielen aber Arbeitsgenehmigung und ärztliche Versorgung weg. Damit würden Ausländer „ins soziale Nichts“ gestoßen. Einige hätten „in erbarmungswürdigem und hilfsbedürftigem Zustand“ bei Wohlfahrtsverbänden vorgesprochen. Es dränge sich der Eindruck auf, als wollte die Verwaltung durch eine Verschärfung der Flüchtlingspolitik eine Abschreckung erreichen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen