piwik no script img

Exportstop

Die Bundesregierung soll den Export von Kunststoffabfällen in Länder außerhalb der EG stoppen. Das sieht eine Bundesratsinitiative vor, die der Hamburger Senat gestern beschloß. Umweltsenator Fritz Vahrenholt begründete die Initiative mit dubiosen Exporten von Kunststoff-Müll nach Indien und in andere Dritte- Welt-Staaten, die in der Vergangenheit für Aufsehen gesorgt hatten. Vahrenholt rechnet mit der Zustimmung des Bundesrats.

Die Grünen kritisierten die Initiative: „Das ist Vahrenholts Kniefall vor der Verpackungsindustrie, die seit dem vergangenen Sommer nicht müde wird, die Verbrennung von Kunststoffabfällen zu fordern“, erklärte der GAL-Bürgerschaftsabgeordnete Holger Matthews. Bundesumweltminister Klaus Töpfer (CDU) habe sich dieser Forderung völlig zu Recht widersetzt. Wenn der Vorschlag des Hamburger Senats umgesetzt würde, dann bedeute dies, daß der Kunststoffmüll mit dem „Grünen Punkt“ genauso verbrannt werde wie jeglicher andere Müll.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen