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■ Exportplus stützt Konjunktur ...... doch das Ausland zieht sein Kapital ab

Frankfurt/Main (taz/AP) – Die deutsche Konjunktur stützt sich mehr und mehr aufs Geschäft im Ausland, die Bundesrepublik verliert dagegen als Standort ihre Attraktivität. Das schreiben die Volkswirte der Bundesbank in ihrem aktuellen Monatsbericht. Danach reichte der Exportüberschuß 1996 mit 98 Milliarden Mark wieder an die Spitzenwerte vor der Wiedervereinigung heran. Auch die deutschen Investitionen im Ausland blieben mit 42 Milliarden auf hohem Niveau. Umgekehrt zogen ausländische Firmen fünf Milliarden aus Deutschland ab – 1995 hatten sie noch 17 Milliarden investiert.

Deutsche Exporte wuchsen um 4,5 Prozent auf einen Wert von 784 Milliarden Mark. Zu verdanken ist der Exportboom nach Meinung der Bänker der Normalisierung der Wechselkurse, einer stärkeren Wettbewerbsposition deutscher Firmen nach Rationalisierung und moderaten Lohnabschlüssen sowie dem ungebrochenen Wachstum in Asien und Osteuropa.

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