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Exil-Workshops 2026 Vernetzen, Brücken bauen, Öffentlichkeit schaffen

Bereits zum dritten Mal vernetzt die taz panterstiftung Journalist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus, die von autoritären Regime ins Exil gezwungen wurden.

taz panterstiftung | „Wie Exil zur Kraftquelle wird“ – unter diesem Motto hat die taz panterstiftung 2025 eine zweijährige Workshop-Reihe ins Leben gerufen, die Exiljournalist:innen und -aktivist:innen aus Osteuropa und dem Südkaukasus zusammenbringt.

Das Format: Pro Jahr finden zwei Präsenzworkshops statt – einer in Berlin, der zweite in einem Land mit einer großen Diaspora von Exiljournalist:innen aus Osteuropa. Dabei achten wir bewusst auf eine vielfältige Zusammensetzung der Gruppe: Mindestens ein Drittel der Teilnehmenden lebt nicht in dem Land, in dem der jeweilige Workshop stattfindet. Denn Exilerfahrungen unterscheiden sich erheblich – je nachdem, welches Land zum neuen Lebensmittelpunkt geworden ist.

Auch 2026 setzen wir die Exil-Workshops fort. Bereits zum dritten Mal bringen wir Medienschaffende zusammen, die aufgrund autoritärer Regime ihre Heimat verlassen mussten und ihre journalistische Arbeit aus dem Exil fortsetzen. Der erste Workshop fand vom 6. bis 8. Juli 2026 in Berlin statt, der zweite folgt vom 16. bis 18. September 2026 in den Niederlanden.

Die zweijährige Workshop-Reihe wird von der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS gefördert – und wie viele Projekte der taz panterstiftung auch durch die kleinen und großen Spenden der Unterstützer:innen ermöglicht.

Vom Literarischen Colloquium Berlin zum Journalismusfest in Deventer

Der Großteil der Workshops findet unter vertraulichen Bedingungen statt. Viele der Teilnehmenden sind weiterhin von transnationaler Repression betroffen oder arbeiten unter erheblichen Sicherheitsrisiken. Deshalb schaffen wir geschützte Räume für Austausch, Weiterbildung und Vernetzung.

Ein wichtiger Bestandteil der Workshops sind deshalb öffentliche Veranstaltungen, die wir gemeinsam mit Kooperationspartnern organisieren. Den Auftakt bildete am 7. Juli 2026 um 19.30 Uhr die Veranstaltung „LCB Diplomatique“ im Literarischen Colloquium Berlin (LCB) am Sandwerder 5, 14109 Berlin-Bezirk Steglitz-Zehlendorf (direkt an der S-Bahn Wannsee). Die Diskussion verlief auf Deutsch, Englisch und Russisch und steht als Folge des Podcasts "Freie Rede" zur Verfügung.

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Im September folgt ein weiteres öffentliches Panel beim Journalismusfest in Deventer (Niederlande). Weitere Informationen zum Programm veröffentlichen wir in den kommenden Monaten.

Berlin und Riga waren die Städte des Workshops in 2025

Das Projekt basiert auf drei zentralen Säulen: Vernetzung: Journalist:innen aus Belarus, Russland, Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine miteinander in Kontakt bringen und langfristige Kooperationen fördern. Brücken bauen: Kontakte zu europäischen Redaktionen schaffen, damit Exiljournalist:innen ihre Arbeit fortsetzen und ihre Perspektiven in die internationale Berichterstattung einbringen können. Gleichzeitig suchen wir den Austausch mit Politik und Institutionen, um deutlich zu machen, dass Exil nicht nur Schutz bedeutet, sondern auch eine wichtige Ressource für demokratische Gesellschaften und unabhängigen Journalismus ist. Öffentlichkeit schaffen: Die Stimmen von Exiljournalist:innen hörbar machen und neue Perspektiven auf ihre Herkunftsländer eröffnen – jenseits staatlicher Propaganda und autoritärer Narrative.

2025 fanden die ersten beiden Exil-Workshops dieser Reihe statt. Journalist:innen aus Belarus, Russland, Aserbaidschan, Georgien und der Ukraine kamen im Juli in Berlin und im September in Riga (Lettland) zusammen, um sich über die Herausforderungen des Journalismus im Exil auszutauschen, neue Kooperationen zu entwickeln und ihre Netzwerke in Europa auszubauen. Begleitet wurden die Workshops von öffentlichen Veranstaltungen, die Exilstimmen sichtbar machten und den Austausch mit Redaktionen, Politik und Zivilgesellschaft förderten. Kooperationspartner im Jahr 2025 waren das Deutsche Theater und das Riga Media Hub.