: Ex-Minister Weber steigt aus
Oldenburg (dpa) – Der Vorsitzende des SPD-Bezirks Weser-Ems, Wolf Weber, hat gestern völlig überraschend sein Amt niedergelegt. Als Anlass gelten Querelen im SPD-Unterbezirk Ammerland im Vorfeld einer möglichen Nominierung Webers als Landtagskandidaten. Der Vorstand des Unterbezirks Ammerland habe in einem Beschluss eine Kandidatur des 55-Jährigen begrüßt, hieß es. Daraufhin hätten einzelne Mitglieder des 17-köpfigen Parteigremiums die Kandidatur-Empfehlung bei der Schiedskommission des SPD-Bezirks angefochten. Auf einen Kandidaten festlegen will sich die SPD im Wahlkreis Ammerland auf einer Wahlkreiskonferenz am 26. April. Der Vorsitzende des SPD-Unterbezirks Oldenburg und Landtagsabgeordnete Wolfgang Wulf bezeichnete den Schritt Webers als „außerordentlich bedauerlich“. Wolf Weber war unter anderem von 1998 bis 2000 niedersächsischer Justizminister.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen