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Etwas Urwaldschutz

Erste Einigung zwischen Greenpeace und Holzkonzernen über Holzeinschlag in Kanada

BERLIN taz ■ Im Streit der Umweltverbände mit der kanadischen Forstindustrie über ein Moratorium in den kanadischen Urwäldern hat es eine erste Einigung gegeben. Danach wurde für 30 von 100 Urwaldtälern ein einjähriger Einschlagsstopp vereinbart. Der Verband der deutschen Papierindustrie (VDP) bezeichnete die Einigung als „Meilenstein beim Urwaldschutz“, die in Kanada mitverhandelnde Organisation Greenpeace ist mit dem Ergebnis allerdings nicht zufrieden. Die Holzkonzerne Interfor und West Fraser, die in rund der Hälfte der Täler einschlagen, hatten die Verhandlungen vorzeitig verlassen. Von einem „Meilenstein“ könne, so Thomas Henningsen, Waldcampaigner bei Greenpeace Deutschland, erst gesprochen werden, wenn das Moratorium für alle Täler gelte und in einenlangfristigen Schutz umgewandelt werde. Die deutschen Papierfabriken beziehen einen Großteil des Zellstoffs von kanadischen Holzkonzernen. Umweltschützer drängen seit langem darauf, dass kein Holz aus Urwäldern dafür eingesetzt wird. MRA

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