: Erster Toter bei Straßenblockade
BUENOS AIRES dpa ■ An einer Straßensperre argentinischer Arbeitsloser hat ein Autofahrer einen der Demonstranten erschossen. Der 35-Jährige sei in dem Vorort Esteban Echeverría der Hauptstadt Buenos Aires von der Kugel in den Hals getroffen worden und auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben, sagte der katholische Priester Gustavo Montiveros am Mittwoch. Es sei das erste Todesopfer an einer der vielen hundert Straßenblockaden gewesen, mit denen Arbeitslose seit Monaten für Arbeit und Sozialhilfe demonstrieren, hieß es. Bei dem Täter habe es sich um einen Händler gehandelt, sagte Montiveros. Die argentinische Regierung will unterdessen die Zahl der Abgeordneten angesichts leerer Kassen um 25 Prozent senken. Das vereinbarte die Bundesregierung mit den Gouverneuren des mit 162 Milliarden Euro verschuldeten Landes. Die Maßnahme solle vom Bundesparlament bis zu den Gemeindekammern alle Bürgervertretungen betreffen.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen