: Erster Indio wird heilig gesprochen
MEXIKO ap ■ Papst Johannes Paul II. wird heute mit Juan Diego den ersten Indio heilig sprechen. Juan Diego ist eine zentrale Figur in der Geschichte der Jungfrau von Guadalupe, der Schutzpatronin Nord- und Lateinamerikas. Der Überlieferung zufolge erschien ihm die Mutter Gottes nur wenige Jahre nach dem Untergang des Aztekenreiches. Nach der Erscheinung, die sich am 12. Dezember 1531 zugetragen haben soll, ging Diego der Überlieferung zufolge mehrmals zum Bischof, um ihm von der Erscheinung zu berichten. Um ihn zu überzeugen, wollte der Indio als Beweis Rosen vorlegen, die er auf Geheiß der Erscheinung in seinem Mantel trug. Als er den Mantel öffnete, enthüllte sich dort das Bild der Jungfrau Maria. Am Ort der Erscheinung wurde eine Kapelle errichtet. Im Lauf der Jahrhunderte entwickelte sich dort einer der größten Wallfahrtsorte der katholischen Christenheit. Einziges Manko: Historiker bezweifeln, dass Juan Diego tatsächlich existiert hat.
Nur noch 390 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 390 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen