: Erste Geldstrafe für Falun Gong
HONGKONG rtr ■ In Hongkong sind gestern erstmals Aktivisten der im übrigen China verbotenen Falun-Gong-Sekte verurteilt worden. Ein Gericht verurteilte alle 16 Angeklagten, darunter 5 Ausländer, wegen Störung der öffentlichen Ordnung zu Geldstrafen von 170 und 500 Euro. Sie hatten im März vor Chinas Vertretung gegen die Unterdrückung von Falun Gong in der Volksrepublik demonstriert. Das Urteil gilt als Gradmesser für Hongkongs juristische Autonomie, die für Kritiker schon mit der Anklage ausgehöhlt ist. Das Urteil betonte das Demonstrationsrecht, doch hätten die Verurteilten Gesetze gebrochen. Neun hätten zudem Widerstand gegen die Staatsgewalt geleistet.
taz lesen kann jede:r
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Texte, die es nicht allen recht machen und Stimmen, die man woanders nicht hört – immer aus Überzeugung und hier auf taz.de ohne Paywall. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 40.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen