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Erdbeben in Zentralasien

Pakistan, Afghanistan und Indien durch Beben der Stärke 7,2 mit Epizentrum im Hindukusch erschüttert

KABUL rtr ■ Ein schweres Erdbeben hat gestern Teile Afghanistans, Pakistans und Indiens erschüttert. In der afghanischen Hauptstadt Kabul kamen laut offiziellen Angaben mindestens fünf Menschen ums Leben, 20 wurden verletzt.

Nach Angaben von amerikanischen Seismologen erreichte das Beben eine Stärke von 7,2 auf der Richter-Skala. Bereits bei einer Stärke von 6,0 können schwere Schäden entstehen. Der Erdstoß dauerte etwa 90 Sekunden. Nach Messungen des Instituts für Seismologie im pakistanischen Peschawar lag das Epizentrum des Bebens 250 Kilometer nördlich von Peschawar im Hindukusch-Gebirge. Ein Sprecher des afghanischen Informationsministeriums sagte, in Kabul seien mindestens 30 Häuser eingestürzt oder schwer beschädigt worden. Dort und in der pakistanischen Stadt Rawalpindi flüchteten die Menschen in Panik aus ihren Häusern.

Bislang liegen kaum Informationen über Folgen des Bebens vor, denn die betroffenen Gebiete sind abgelegen und nur dünn besiedelt. Bei zwei Beben 1998 in den nordafghanischen Provinzen Tachar und Badachstan waren rund 8.500 Menschen ums Leben gekommen.

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