: Eppler: SPD sollte mit DKP reden
Berlin (taz) - Das Präsidiumsmitglied der SPD, Erhard Eppler hat sich in einem Rundfunkinterview enttäuscht über die Wirkungen des vor einem Jahr mit der SED gemeinsam beschlossenen Dialog-Papiers gezeigt. „Manche Hoffnungen, die wir mit diesem Papier verbunden haben, haben sich bislang nicht erfüllt“, sagte der SPD-Politiker und beklagte die Verkürzung des Dokuments in den DDR- Medien auf das Thema Frieden. Er kündigte an, mit der SED über Menschenrechte zu diskutieren.
Die SPD, so Eppler, sollte ihrerseits ihr Verhältnis zur Deutschen Kommunistischen Partei ( DKP) neu überdenken. Die Sozialdemokraten dürften die DKP aus dem „inneren Dialog“ in der Bundesrepublik nicht grundsätzlich ausklammern. Er verwies darauf, daß die SPD den SED- Vertretern bei laufenden Gesprächen vorhielten, am inneren Dialog in der DDR würden Gruppen aus dem kirchlichen Bereich oder aus der Friedensarbeit nicht genügend beteiligt. Daraufhin komme von SED-Seite häufig die Gegenfrage, wie es die SPD eigentlich mit der DKP halte. Er halte dieses Argument für „nicht unberechtigt“.
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