: Empörung über Ämter im Fall Peggy
Arbeitsamt fordert Kindergeld von Eltern des seit Mai 2001 vermissten Kindes zurück
MÜNCHEN dpa ■ Die Geldforderungen des Arbeitsamts an die Eltern der seit einem Jahr vermissten Peggy haben Empörung bei CSU, SPD und Grünen ausgelöst. Die Landtagsfraktionen forderten die Behörden zu größerem Mitgefühl mit den Eltern des vor einem Jahr spurlos verschwundenen Mädchens aus dem oberfränkischem Lichtenberg auf. Das Arbeitsamt hatte von den Eltern für Peggy gezahltes Kindergeld zurückgefordert. Die Behörde beruft sich auf Dienstanweisungen und das Einkommenssteuergesetz. Es geht um einen Betrag von 1.800 Euro.
Nach Angaben des Landesarbeitsamts müssen sich Peggys Eltern auch auf die Rückzahlung anderer kindbezogener Zuwendungen und Steuervergünstigungen einstellen. Die damals Neunjährige wurde am 7. Mai 2001 letztmals gesehen. Die Polizei hält ein Verbrechen für wahrscheinlich. Fest stehe, dass der Anspruch auf Kindergeld mit dem Tag ende, an dem ein Kind polizeilich als vermisst gemeldet wird, so der Sprecher des Landesarbeitsamts Nürnberg.
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