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Elite-UnisBochum verliert gegen Freiburg

Nun steht es fest: Sechs weitere Hochschulen darunter die FU Berlin, dürfen sich Elite-Unis nennen und kommen in den Genuss üppiger Fördergelder. Das meiste davon fließt in den Süden.

BONN/BERLIN dpa/taz - Die Technische Hochschule Aachen, die FU Berlin sowie die Universitäten Freiburg, Göttingen, Heidelberg und Konstanz werden deutsche Elite-Universitäten. Diese Entscheidung traf der zuständige Bewilligungsausschuss am Freitag in Bonn.

Im Finale um den begehrten Elite-Status befanden sich daneben noch die Humboldt-Universität Berlin und die Universität Bochum. Sie gingen jedoch leer aus. Insgesamt hat der Osten das Nachsehen, der geographische Schwerpunkt des Förderprogramms Exzellenzinitiative liegt eindeutig im Süden der Republik In einer ersten Auswahlrunde waren im Oktober 2006 schon drei Hochschulen in Süddeutschland zu Elite-Unis gekürt worden: die TH München, die Ludwig- Maximilians-Universität-München und die TH Karlsruhe.

Mit dem Förderprogramm Exzellenzinitiative soll die Spitzenforschung an deutschen Unis ausgebaut werden. Insgesamt 1,9 Milliarden Euro stehen in dem Bund-Länder-Programm für fünf Jahre bis 2011 zur Verfügung. Das Geld wird nach drei Förderrichtlinien eingesetzt: für Elite-Konzepte bereits erfolgreicher Hochschulen, für Graduiertenschulen zur Förderung des Nachwuchses und für Spitzenforschungszentren (Exzellenzcluster).

Der Jubel unter den Vertretern der auserkorenen Unis war groß. Insbesondere Dieter Lenzen, der Präsident der Berliner FU nannte es eine "Genugtuung", dass seine Hochschule in den Genuss der Sonderförderung kommt. "Wir wurden lange Zeit in den Schatten gerückt und als eine Art Schmuddeluni abgetan", sagte der Vizepräsident der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) am Freitag. "Die Missachtung unserer Leistung ist vorbei."

Gleichwohl meldeten sich im Vorfeld der Auswahl auch viele kritische Stimmen. Der Bamberger Soziologe Richard Münch bezweifelte gegenüber der taz, dass die Eliteförderung etwas am generellen Missstand der Lehre an deutschen Unis ändern werde. Zudem werde das Geld auch an den geförderten Unis die Mehrheit nicht erreichen. Die Exellenzinitiaive schränke die von ihm geforderte Konkurrenz unter den Unis ein, weil sie nur einzelne Institutionen heraushebe. Münch plädiert dafür, dass Fördergelder an die Personen gehen, die Spitzenleistungen erbringen - und nicht an die Institutionen. "Nur so erzielt man mehr Offenheit und Chancengleichheit."

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