: Einblick(676)
KASKL Kollektiv, Kunstraum KASKL
taz: Welche Ausstellung in Berlin hat euch zuletzt an- oder auch aufgeregt? Und warum?
KASKL:Die ständige Ausstellung im Hamburger Bahnhof. Dass dort im Moment die Sammlung der Neuen Nationalgalerie zusammen mit der Sammlung Flick und der des Hamburger Bahnhofs gezeigt werden kann, ist ein Glücksfall. „Deutscher Kolonialismus“ im DHM, eine komplexe Thematik komplex dargestellt. „Watching Me, Watching You“ im Museum für Fotografie verschiebt den Fokus von den Überwachten auf die Überwachenden selbst. Sarah Lucas: „FunQroc“ bei CFA. „Television“ von Martin Groß bei SMAC, auf den Punkt und überraschend.
Welches Konzert oder welchen Klub könnt ihr empfehlen?
Konzerte auf dem Zukunft Ostkreuz Gelände. Berlin Atonal. Alle Veranstaltungen von female pressure. ACUD macht neu. Humboldthain Club. Volksbühne, ging immer.
Welche Zeitschrift/welches Magazin/welches Buch begleitet euch zurzeit durch den Alltag?
e-Flux. Besonders auch deren Publikationen wie „The Internet does not exist“. The new inquiry. Verso books blog. Hannah Blacks „Dark Pool Party“. Erfrischend und clever: Maria Popovas Blog „Brain Pickings“. Swetlana Alexijewitsch „Secondhand-Zeit: Leben auf den Trümmern des Sozialismus“. „Extrem laut und unglaublich nah“. Eigentlich alles aus dem Zabriskie Buchladen in Xberg. Jean-Paul Sartre, „Das Spiel ist aus“, sehr wahr. Pollesch, geht immer.
Was ist euer nächstes Projekt?
Die Künstler_innen Jana Slaby, Eva Dittrich, Veit Hüter, Marius Land und Eric Meier gründeten den Kunstraum KASKL 2016. Künstlerin Julia Lübbecke und Literaturwissenschaftlerin Constanze Hahn kamen später hinzu. Am 4. 6. 2016 eröffneten sie mit einer Einzelausstellung von Sophia Domagala. Als erste offizielle KASKL-Ausstellung folgte am 8. 7. die Gruppenschau „Toolkit“. Aktuell läuft die Einzelausstellung „Cultivar“ von Eva Dittrich (s. o.).
Eric Meiers Ausstellung „Sad Boys“ (22 .6.–2. 7.); Der erste Geburtstag von KASKL Anfang Juli; Yala Juchmann (6. 7.–23. 7.); die anstehende Gruppenausstellung im Rahmen unseres „gallery-exchange“-Programms im Bistro 21 in Leipzig im Herbst.
Welcher Gegenstand/welches Ereignis des Alltags macht euch am meisten Freude?30 Grad im Schatten mit amtlicher Warnung vor Windböen. Navi-Halterung am Fahrrad. Die neue La-Pavoni-Kaffeemaschine. Regelmäßig in die Sauna gehen und beim Schwitzen den Kopf ausschalten. Exzessives durch die Landschaft radeln. Pflanzen gießen und Theater. Und die Hügel in der Uckermark.
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