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Ein wahres Wunder

■ Kubas Wirtschaft wächst um überraschende 7,8 Prozent

Havanna (dpa/rtr) – Die kubanische Wirtschaft ist in diesem Jahr um 7,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr gewachsen, die Exporte nahmen um 33 Prozent zu. Der Plan war von lediglich fünf Prozent Wirtschaftswachstum ausgegangen nach 2,5 Prozent im vergangenen Jahr. Zwischen 1989 und 1993 war die Wirtschaft aufgrund des Zusammenbruchs der Sowjetunion sogar um über 35 Prozent geschrumpft.

Als „wahres Wunder“ bezeichnete daher der Wirtschafts- und Planungsminister José Luis Rodriguez auf der Sitzung des kubanischen Volkskongresses am 24. und 25. Dezember das diesjährige Wachstum. Die Nationalversammlung tagt zweimal im Jahr; Weihnachten ist in Kuba kein Feiertag.

Die Nationalversammlung verabschiedete auch ein Gesetz, um gegen die Verschärfung des US- Handelsembargos vorzugehen. Es soll unter anderem ausländische Investitionen in Kuba schützen. Es erkennt in Kuba enteigneten Amerikanern das Recht auf Entschädigung zu, macht diese aber davon abhängig, daß Washington für die durch das Wirtschaftsembargo verursachten Schäden Kompensation leistet. Das „Gesetz zur Bekräftigung der kubanischen Würde und Souveränität“ ist eine direkte Antwort auf das US-amerikanische Helms-Burton-Gesetz, welches Ausländern Strafen androht, die in verstaatlichtes ehemaliges US-Eigentum auf Kuba investieren. Das kubanische Gegengesetz droht nun Strafen für jede Form der Zusammenarbeit mit den USA bei der Anwendung des Helms- Burton-Gesetzes an. Dis zielt offenbar auf die Weitergabe von Informationen über Investitionsprojekte an die USA.

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