doppelblind: Ein bisschen Dreck
Wer Unfug glaubt, muss nur über die Wahrheit aufgeklärt werden, das ist eine verbreitete Idee. Faktenchecks sind deshalb zu einer Institution geworden. Punkt für Punkt wird geprüft, ob Behauptungen eine Grundlage haben – oder ob das Gegenteil stimmt. Doch gerade Corona hat gezeigt, wie hartnäckig sich Fake News halten können. Bringt das Gechecke also überhaupt was?
Ein bisschen vielleicht, zeigt jetzt eine Arbeit in Nature Human Behaviour. Sozialwissenschaftler:innen aus den USA, Großbritannien und Kanada hatten dafür mehr als Zehntausend Menschen befragt. Thema waren Falschaussagen zu Corona. Und laut Studie sind von Fake News Irregeleitete durch echte Belege tatsächlich von Fakten zu überzeugen. Allerdings verblasst der Effekt nach einigen Wochen und die Falschaussagen gewinnen wieder an Boden. Eine erneute Konfrontation mit den Fakten hat dann kaum noch Wirkung. Was bestätigt, dass Faktenchecks alles in allem wenig helfen. Oder, um eine zur Studie befragte Forscherin zu zitieren: „Etwas Dreck bleibt immer hängen.“ (zint)
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