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Ein Tunnel, zwei, drei, vier

■ Trasse unbestritten, Spuren nicht

“Ich bin kein wirtschaftspolitisches Ungeheuer“, verteidigte sich gestern die Bausenatorin Eva-Maria Lemke-Schulte. Der Bremer Senat hat gestern die Trassenführung für einen Tunnel zwischen Sebalds-Center und Pfalzburger Straße politisch beschlossen. Und auch, wenn es nur eine Röhre mit zwei Spuren wird, wie die Bausenatorin will, sei das ausreichend für den Wirtschaftsverkehr von und ab Daimler-Benz. Wirtschaftssenator Jäger erklärte bei der Präsentation des Beschlusses dagegen: „Es gibt in dieser Entscheidung noch kein Präjudiz über die Anzahl der Röhren.“ Jäger favorisiert zwei Röhren mit insgesamt vier Spuren.

Mittlerweile gibt es aus der SPD-Fraktion einen neuen Vorschlag: Eine Röhre mit drei Spuren, wobei die dritte Spur variabel in ihrer Fahrtrichtung ist. „Dieser Vorschlag ist kostenmäßig aber noch nicht überprüft“, gab Wirtschaftssenator Jäger gestern zu bedenken.

Beschlossen hat der Senat weiter: Parallel zum Tunnel soll die Straßenbahnlinie 2 nach Osterholz weitergeführt und der Stadtteil Hemelingen mit verkehrsberuhigenden Maßnahmen saniert werden. Eine Entscheidung über die Anzahl der Tunnelröhren und die Zahl der Fahrspuren soll nach Vorliegen der Umweltverträglichkeitsprüfung Mitte nächsten Jahres oder im Herbst fallen.

Zur verkehrstechnischen Befriedung in Hemelingen hat der Senat gestern der Einführung von Tempo 30 im Brüggeweg zugestimmt und will das Nachtfahrverbot für LKWs strikter handhaben. Dort fahren täglich 17.000 Autos, davon sind 10 Prozent LKWs. Mit diesen Maßnahmen reagiert der Senat auf ein Urteil des Verwaltungsgerichtes Bremen. Dort hatten Anwohner ultimativ Verkehrsberuhigung erwirkt. Tempo 30 verringert den Lärm um 1 bis 2 dB. mad

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