piwik no script img

Eilt-Störfall bei Ex-Alkem

Frankfurt (taz) - In der Nacht zum Mittwoch kam es bei der Siemens-Brennelementefabrik in Hanau (Ex-Alkem) zu einem Störfall der Kategorie „Eilt“. Wie das hessische Umweltministerium gestern mitteilte, leckte im Betriebsteil Uranverarbeitung das Auslaßventil eines Metallzylinders, in dem sich acht Kilogramm Uranhexafluorid befanden. Bevor es zu der Leckage kam, waren in dem Behältnis noch 1,4 Tonnen der radioaktiven Substanz. Laut Siemens wurden „weniger als 100 Gramm, möglicherweise unter zehn Gramm“ Uran freigesetzt.

Da das Uranhexafluorid wegen der Dampfbehandlung als „typischer Sprühnebel“ aus dem Leck austrat, konnte der Störfall von einem anwesenden Mitarbeiter sofort bemerkt werden. Das Leck sei sofort beseitigt worden. Das undichte Ventil werde derzeit ausgebaut und untersucht. Zu weiteren Sofortmaßnahmen bestehe kein Anlaß, meinte Umweltminister Karlheinz Weimar (CDU).

Kpk

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen