: Editorial
Liebe Leserinnen und Leser,
noch hat die Coronapandemie den Globus fest im Griff. Doch allen Abschottungsversuchen zum Trotz wächst die Welt dieser Tage auch zusammen. Angesichts dieser neuen globalen Herausforderung ist es gerade jetzt besonders wichtig, den eigenen Horizont zu erweitern.
Deshalb bemüht sich die taz, möglichst aus erster Hand aus vielen Ländern zu berichten. Dabei können wir nicht nur auf unsere AuslandskorrespondentInnen zurückgreifen. Vielmehr ist über die Jahre auch ein weit verzweigtes Netz junger JournalistInnen entstanden, die an internationalen Workshops der taz Panter Stiftung teilgenommen haben. Den Anfang machten 2011 sieben Weißrussen. In den folgenden Jahren kamen KollegInnen aus weiteren Staaten der ehemaligen Sowjetunion, Asien, Lateinamerika und Afrika hinzu. Mehr als 500 MedienmacherInnen haben bislang an 37 internationalen Workshops mitgewirkt. Das Ziel war und ist: die Pressefreiheit weltweit zu stärken. Möglich war dieses Engagement nur dank der Unterstützung von etwa 4.000 privaten SpenderInnen, der Förderung des Auswärtigen Amts sowie einiger Stiftungen.
Einige Alumnis haben wir nun um einen Beitrag für die folgenden Sonderseiten gebeten. Und sie waren – hoffentlich anders als das Virus – nicht zu stoppen. Das Gleiche gilt auch für die taz Panter Stiftung. Wir sind entschlossen, unsere Arbeit fortzusetzen, sobald es die Situation wieder zulässt. Dafür braucht es Kraft und Zuversicht. Und nicht zuletzt auch Sie!
Barbara Oertel, Leiterin der Auslandsredaktion
Konny Gellenbeck, Vorstand der taz Panter Stiftung
Petra Bornhöft, Kuratorium der taz Panter Stiftung
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen