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Ebenbürtige Gegner

■ Der HSV scheidet durch ein 0:1 beim Karlsruher SC aus dem DFB-Pokal aus

Thomas Walter vom Karlsruher SC zeigte sich nach Spielende selbst ein wenig überrascht: „Das war kein Selbstgänger für uns, die Hamburger haben ja richtig mitgespielt“, urteilte der Torhüter am Dienstagabend über die Leistung des Kontrahenten im DFB-Pokal. Nach dieser Aussage sollte man nicht denken, dass da eben ein Regionalligist den Hamburger SV mit 1:0 aus dem DFB-Pokal geworfen hat. Doch die Analyse entsprach den Tatsachen: Die Rothosen waren dem KSC ebenbürtig.

Mangelnde Einstellung seiner Profis wollte HSV-Trainer Frank Pagelsdorf nicht als Grund für die Pokal-Überraschung gelten lassen. „Man hat im Laufe des Spiels gesehen, dass wir nicht in der Lage waren, die vielen Ausfälle zu kompensieren. Die Verletzten waren nicht einsatzfähig“, sagte der 42-Jährige nach dem Spiel. Dass die Rothosen im Moment auf etliche Kicker verzichten muss, ist eine Sache. Was Pagelsdorf aber verschwieg: Leistungsträger wie Ingo Hertzsch wurden gegen den vermeintlich leichten Gegner geschont.

So zeigte sich wieder einmal, dass die Reservespieler nicht die Reife aufweisen, die die Stammelf bisweilen auszeichnet. Vor allem die mangelhafte Chancenverwertung – in der ersten halbe Stunden vergaben die Hanseaten ein halbes Dutzend hochkarätiger Möglichkeiten – rächte sich. Nach dem entscheidenden 0:1 nach 65 Minuten durch Vitus Nagorny mangelte es ihnen an den spielerischen und kämpferischen Mitteln.

Nach dem Spiel waren etliche Protagonisten auf seiten des HSV so ungläubig wie Harld Spörl: „Ich habe in der Halbzeit nicht gedacht, dass wir das Spiel verlieren könnten. Außer dem Tor war ja bei denen nicht viel.“ Aber mehr als bei den Hamburgern. else/lno

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