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EG-Poker um hohen Einsatz

■ EG-Außenminister streiten sich um Regionalhilfen

Brüssel (dpa) – Knallhart wird derzeit in Brüssel darum geschachert, wieviele Milliarden DM die ärmsten EG-Regionen bis zum Jahr 1999 aus der EG-Kasse erhalten. Die Außenminister richteten sich gestern auf lange Nachtstunden ein. Es geht um stattliche 320 Milliarden Mark aus den EG- Strukturfonds. Das ist rund ein Drittel der Jahresbudgets für diesen Zeitraum und nach dem EG- Agrarhaushalt der zweitgrößte Brocken im europäischen Budget.

Die Fördermittel werden aufgeteilt auf Regionen mit großem Entwicklungsrückstand und auf benachteiligte ländliche Randgebiete. Besonders gnadenlos wird um die Milliarden für die ärmsten Regionen gestritten – zu denen auch die neuen Bundesländer zählen. Allerdings sind die Mittel knapp: auf dem Gipfel von Edinburgh Ende 1992 haben sich die Regierungschefs die Spanier, Portugiesen, Griechen und Iren nämlich schon vorab bedient. Fast zwei Drittel des Geldtopfes sind ihnen verbindlich zugesagt. Um den Rest liefern sich Deutschland, Italien, Frankreich, Belgien und die Niederlande erbitterte Schlachten. Über konkrete Zahlen muß bis spätestens Ende Juli entschieden werden.

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