Donald Trumps Iran-Politik: Forscher befürworten den Atomdeal

US-Wissenschaftler haben den künftigen Präsidenten gebeten, am Atomdeal mit dem Iran festzuhalten. Damit könne ein Waffenprogramm verhindert werden.

Donald Trump steht in einer Menschenmenge

„Schlechtester Deal, der je ausgehandelt wurde“: Donald Trump bei einer Anti-Iran-Demo der „Tea Party“ im September 2015 Foto: reuters

NEW YORK dpa | Dutzende US-Spitzenwissenschaftler haben den künftigen Präsidenten Donald Trump in einem Brief zum Festhalten am Atomabkommen mit dem Iran aufgefordert. Es sei ein entscheidendes strategisches Gut und biete ein starkes Bollwerk gegen ein mögliches iranisches Atomwaffenprogramm, heißt es in dem Brief, den 37 Wissenschaftler unterzeichneten – darunter Nobelpreisträger und frühere Atombombenbauer.

Initiiert wurde das Schreiben von Richard Garwin, der maßgeblich an der Entwicklung der ersten Wasserstoffbombe beteiligt war, wie die Zeitung New York Times am Montag berichtete. Auch Siegfried Hecker, ein früherer Leiter der US-Atomwaffenschmiede Los Alamos, unterschrieb den Brief.

Der Iran hatte sich im Juli 2015 in Wien mit der 5+1-Gruppe – den fünf UN-Vetomächten USA, Russland, China, Frankreich und Großbritannien sowie Deutschland – auf eine deutliche Beschränkung seines Atomprogramms geeinigt. Damit sollte die Sorge der Weltgemeinschaft vor einer iranischen Atombombe zerstreut werden. Im Gegenzug wurde die Aufhebung von Wirtschaftssanktionen vereinbart.

Während des Wahlkampfs hatte Trump die Zukunft des Atomabkommens in Frage gestellt. Er bezeichnete es als „schlechtesten Deal, der je ausgehandelt wurde“.

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