: Doch kein Geständnis?
■ Verwirrspiel um Abeking und Rasmussen
Die Werft Abeking und Rasmussen in Lemwerder hat im Zusammenhang mit dem Vorwurf, illegal vier Minensuchboote in Einzelteilen an Taiwan geliefert und dort zusammengebaut zu haben, bestätigt, daß ein Ermittlungsverfahren eingeleitet worden sei. Ein Werftsprecher teilte gestern mit, das Verfahren richte sich aber nicht gegen zwei Geschäftsführer, da es im Unternehmen nur einen gebe.
Die Staatsanwaltschaft in Oldenburg gab ebenfalls keine weiteren Auskünfte. Am Mittwoch hatte ein Oldenburger Staatsanwalt Radio Bremen mitgeteilt, „beide Geschäftsführer“ seien geständig. Wegen Verstoßes gegen das Kriegswaffenkontrollgesetz sei beim Amtsgericht Brake Antrag auf Strafbefehl und Geldstrafe gestellt worden.
Aufgrund eines Berichtes im Nachrichtenmagazin „Spiegel“ hatte die Oldenburger Staatsanwaltschaft bereits im Juli Unterlagen des Schiffbauunternehmens beschlagnahmt. Die Werft hatte die Behauptungen des „Spiegel“ zurückgewiesen und mitgeteilt, daß 1987 ein Vertrag mit der Chinese Petroleum Corporation über Mehrzweckküstenversorger geschlossen worden sei. Für diese Schiffe habe das Bundesamt für Gewerbliche Wirtschaft eine Ausfuhrgenehmigung erteilt. dpa
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 60 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen