: Dioxin in Muttermilch
Stuttgart (dpa/taz) -Das Stuttgarter Regierungspräsidium hat einer Frau in Crailsheim-Maulach wegen erhöhter Dioxinwerte in der Muttermilch vom Stillen ihres Babies abgeraten. Der 200 Einwohner große Ort Maulach liegt rund 800 Meter von dem Gelände einer ehemaligen Kabelverschwelanlage entfernt, in der beim Verbrennen von PVC-Kabeln Dioxin feigesetzt wurde. Die Anlage war bereits vor fünf Jahren stillgelegt worden. Vor zwei Jahren waren erste Hinweise auf die Dioxinverseuchung des Geländes aufgetaucht. Inzwischen ist das hochgradig versuchte Firmengelände abgesperrt, da man nicht weiß, wo und wie der Boden des Grundstücks entsorgt werden kann. Als jetzt mit gehöriger Verspätung vier Frauen aus Crailsheim-Maulach zu einer Untersuchung ihrer Muttermilch aufgefordert wurden, wies eine der Proben erhöhten Dioxinwerte auf, so daß die Behörden der Frau vom weiteren Stillen ihres Babys abrieten.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen