: Dioxin aufgewischt
■ Wurden Putzfrauen vergiftet?
Saarbrücken (AP) – Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken geht dem Verdacht nach, daß Putzfrauen nach einer Trafo-Explosion in einer Reifenfirma mit hochgiftigem Dioxin in den betroffenen Räumen in Kontakt gekommen sein könnten.
Wie Staatsanwalt Josef Pattar am Montag bestätigte, wird wegen Verdachts auf Körperverletzung gegen das Unternehmen und gegen Verantwortliche des Gewerbeaufsichtsamtes ermittelt. Der Unfall hatte sich im Oktober vergangenen Jahres in St. Ingbert ereignet. Nach Informationen der Saarbrücker Zeitung wurden dabei auch „größere Mengen Dioxine und Furane freigesetzt“. Die Frauen hätten anschließend unter Chlorakne gelitten.
Die Staatsanwaltschaft will die Umstände der Explosion wie auch den Vorwurf aufklären, daß Reinigungsfrauen ohne ausreichenden Schutz in die betroffenen Räume geschickt worden seien.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen