Die Wochenvorschau für Berlin: Sommerferien, welch' Verheißung!

In der ersten Ferienwoche passiert meist – nichts. Viel Zeit also für einen Ausflug ins Wasser, aufs Wasser oder auf den Baum.

Im Sonnenuntergang spielen einige Menschen Ball im Wasser

Perfektes Bild, mitten in Berlin: Schwimmer am Weißen See Foto: dpa

Ferien! Das Verheißungsvolle, das in diesem Wort mitschwingt, gilt dieses Jahr gleich doppelt und dreifach, denn für Teenager und solche, die es irgendwann mal werden wollen werden, pausiert nicht nur der staatliche Bildungsauftrag für anderthalb Monate – mit der massiven Schrumpfung der Corona-Inzidenz sind auch die Möglichkeiten, diese Zeit zu füllen, regelrecht explodiert. Außerdem wird’s bald wieder schön warm, was global-klimatisch bedauerlich sein mag, der spontanen Freizeitgestaltung aber sehr zugutekommt.

Abkühlen kann man sich ja dann auch wieder, und nicht nur in den Sommer- und Kombibädern der Berliner Bäderbetriebe, sondern auch an einer der 39 offiziell ausgewiesenen Badestellen an den Berliner Seen und Flüssen. Wobei: An fünf davon rät das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lageso) immer noch davon ab, mit dem Wasser Kontakt aufzunehmen. Bis vor Kurzem war das Baden an den lauschigen Orten rund um den Tegeler See – Saatwinkel, Reiswerder-Strand, Reiherwerder, Strandbad Tegel und Arbeiterstrand – sogar ganz untersagt.

Schuld sind erhöhte Blaualgenkonzentrationen und deren Toxine, die Anfang Juni einem Hund zum Verhängnis wurden – vor vier Jahren war das Phänomen zum ersten Mal aufgetreten, damals hatten die Mikroben gleich mehrere Hunde auf dem Gewissen. Blöd vor allem für das nach Jahren wiedereröffnete Strandbad Tegel, das jetzt vom Verein Neue Nachbarschaft Moabit betrieben wird, in dem sich viele Geflüchtete engagieren.

Vielleicht sollte das Lageso mal ein bisschen häufiger nach dem Rechten sehen: Zum Wochenende lag die letzte Wasserprüfung laut Website immerhin schon 9 Tage zurück.

Wer nicht schwimmen kann oder will, könnte stattdessen eine Fahrt über die Berliner Gewässer in Betracht ziehen, am besten eine emissionsfreie. Das geht vielerorts mit etwas körperlichem Einsatz und einem Tret- oder Ruderboot, aber auch auf dem sonnenstrombetriebenen Katamaran „SunCat 120“, der im Dienste der Reederei Stern+Kreis steht.

Cruisen übers Wasser

Bis zu 180 Personen können fast geräuschlos und mit Unterstützung von 78 Quadratmetern Solarmodulen zwischen Jannowitzbrücke und Plänterwald hin und her cruisen. Hier gilt natürlich: geimpft, genesen oder getestet.

Oder aber man nutzt die Gunst der Stunde, um nach Monaten, in denen einem die Decke auf den Kopf fiel, auf einen Baum zu klettern. Zum Beispiel im Waldhochseilgarten Jungfernheide. Auf einem der Parcours über Buchen, Birken, Eichen und Robinien in 3 bis 17 Metern Höhe lässt sich die eigene Höhenangst trefflich bearbeiten – und das ganz ohne Maskentragen.

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