Die Wahrheit: Wunderstille Welt
Donnerstag ist Gedichtetag auf der Wahrheit: Die Leserschaft darf sich an einem Poem über Untergrund-Weihnachtsmärkte erfreuen.
Weihnachtsmärkte stehn verlassen,
überall die Lichter aus –
und verschwunden sind die Massen,
Weihnachtsmann und Nikolaus.
Keinen sieht man mehr beim Kauen,
Reibekuchen sind verdrückt.
Auch der Glühwein hat in rauen
Mengen Hinz und Kunz beglückt!
Vollgekotzt sind ein paar Mauern …
Wenn gewiss bald Regen fällt,
läuft die Brühe, in den Schauern,
durch die wunderstille Welt.
Die, die an den Mauern hingen,
sind zu Haus um diese Zeit.
Das Erbrochene verschlingen
Ratten in der Dunkelheit.
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