Die Wahrheit: Osterfrühstück
In dieser Woche ist mal der Karsamstag Gedichtetag auf der Wahrheit. Zu diesem Anlass darf sich die Leserschaft an einem Poem über Ei erfreuen.
Ein Mensch, der gern in Eier beißt
und Ostern gleich ein paar verspeist,
der denkt im Grunde nicht daran,
dass er sich auch verschlucken kann,
dass es wie aus dem Nichts und prompt
zu einem Hustenanfall kommt.
Denn meist versagt der Schluckreflex,
beißt er zu hastig in die eggs!
Dann landen Bröckchen, gelb und weiß,
die stets Bestandteil eines Eis,
beim morgendlichen Osterschmaus
im frühlingsbunten Osterstrauß.
Und auch der schön gedeckte Tisch
wirkt nach den Salven nicht mehr frisch.
Gelb-weiße Sprenkel auf der Tür -
der Hustenanfall sorgt dafür!
So manches Stückchen, halb verdaut,
klebt plötzlich auf geschminkter Haut.
Selbst durch die schönste Föhnfrisur
zieht sich die Ostereierspur …
Bald stutzt man dann im weiten Rund:
Er spuckt nicht mehr, der wunde Schlund!
Die Stimmung ist nun sehr gedämpft,
der Attentäter abgekämpft.
Er schaut sich etwas hilflos um,
die Tischgesellschaft pflückt sich stumm
den Auswurf aus Gesicht und Haar,
ist jetzt wohl nicht mehr in Gefahr,
denkt: „Ostern macht ne Menge her -
wenns doch bloß ohne Eier wär'!“
Die Wahrheit auf taz.de
Die Wahrheit
ist die einzige Satire- und Humorseite einer Tageszeitung weltweit.
Die Wahrheit
hat den einzigartigen täglichen Cartoonstreifen: ©Tom Touché.
Die Wahrheit
hat drei Grundsätze:
Warum sachlich, wenn es persönlich geht.
Warum recherchieren, wenn man schreiben kann.
Warum beweisen, wenn man behaupten kann.
Deshalb weiß Die Wahrheit immer, wie weit man zu weit gehen kann.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert