piwik no script img

Die Wahl kann beginnen

Das Arbeitsgericht hat gestern auf Antrag der IG Metall bei der Firma „Bernhard Körner GmbH & Co. KG“ einen Wahlvorstand für die Betriebsratswahl eingesetzt, der aus externen Gewerkschaftssekretären besteht. Nach dem BVG ist vorgeschrieben, daß ein gewählter Wahlvorstand die Betriebsratswahlen organisiert und überwacht. Ein derartiger Vorstand wird im Normalfall vom alten Betriebsrat eingesetzt oder bei betriebsratslosen Firmen von einer Betriebsversammlung bestellt. Bei Körner war aber kein Beschäftigter bereit, dieses Mandat zu übernehmen. Nach IG-Metall-Angaben waren die Mitarbeiter von der Geschäftsleitung massiv unter Druck gesetzt worden. Denn im Gegensatz zu Betriebsräten bekommen Wahlvorstände für ihr Engagement keinen generellen Kündigungsschutz zugesprochen. Sie sind nach zwölf Monaten der Willkür des Unternehmers ausgeliefert. Daher soll nach Auffassung der Arbeitsrichter nun ein externer IG-Metall-Sekretär die Wahl überwachen. kva

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen