Die Schöpferin Pumuckls: Ellis Kaut ist tot
Der Kobold Pumuckl hat Generationen von Kindern begeistert. Nun ist die Schöpferin des Klabautermannes, Ellis Kaut, gestorben.
Hurra, hurra, der Pumuckl ist wieder da! Was der kleine Kobold mit der Quäkstimme wohl dieses Mal anstellen wird, fragte man sich zu Beginn jeder Folge. Schon seit über 50 Jahren treibt der rothaarige Quälgeist seine Streiche in Hörspielen, Büchern und Filmen und hat damit Generationen von Kindern begeistert. Und Erwachsene ebenso.
Am Donnerstagvormittag ist seine Erfindern, Ellis Kaut, im Alter von 94 Jahren nach langer Krankheit in einem Pflegeheim bei München gestorben. Ihre berühmteste Figur, Pumuckl, verkörpert all die Wünsche, die fast jedes Kind hat. Unsichtbar sein zum Beispiel.
Außer dem Schreinermeister Meister Eder, bei dem Pumuckl wohnt, kann ihn niemand sehen. Zudem treibt er den größten Unfug, den man sich als Kind selbst nie getraut hätte. Er ist immer faul, meistens frech und möchte immer seinen Willen durchsetzen. Das ist zwar anarchisch, aber böse meint er es nie.
Als Meister Eder sich in einer besonders schönen Folge über sein altes Bad beklagt, geht er kurzerhand zum Installateur und lässt dessen Kuckucksuhr von der Wand fallen. Deshalb wird er beim Schreinermeister vorstellig und die beiden werden sich schnell einig, eine Hand wäscht die andere. Meister Eder schimpft, aber letztendlich verzeiht er Pumuckl immer.
Coole Wampen
Vor ein paar Wochen waren viele Fans empört, als es hieß, der pummelige Klabautermann solle plötzlich schlank und sportlich werden. Zum Glück bekommt er sein rundes Bäuchlein wieder zurück.
Ellis Kaut, die ursprünglich Schauspiel studiert hatte und auch bildhauerisch tätig war, kreierte mit der Figur des Kobolds einen Schelm, der Gutes will, aber Chaos stiftet. Pumuckl ist stur und bringt sich mitunter selbst in Gefahr, zum Beispiel als er unbedingt auf einem Schiff in der Badewanne fahren will und dabei kentert.
Aber Meister Eder rettet ihn immer.
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