: Die Pfeife schlug zurück
Dublin (taz) — Schieds- und Linienrichter haben es schwer. Woche für Woche rennen sie sich die Lunge aus dem Leib und werden dann noch beschimpft — oder gar verprügelt, wie am Donnerstag auf Zypern geschehen. Weil Linienrichter Panicos Pounas nach Meinung der Spieler von Famagusta beim einzigen Tor der Partie gegen Meister Apollon Limassol kein Abseits signalisiert hatte, fielen drei Spieler und ihr rumänischer Trainer über ihn her. Die Polizei nahm sämtliche Übeltäter fest.
In England drehte Schiedsrichter Malcolm Armstrong dagegen den Spieß um. Beim Spiel der vierten Liga zwischen Norfolk und Seething hatte er gerade auf Abstoß entschieden, als Norfolk protestierte. Armstrong sah seinen Fehler ein und gab Schiedsrichterball. Das paßte dem hünenhaften Libero David Ford von Seething nicht: „Du hast ja keine Ahnung, du Pfeife“, bescheinigte er dem Mann in Schwarz, woraufhin dieser ausrastete. Er warf die Pfeife weg, streckte Ford mit einem rechten Haken zu Boden und fuhr nach Hause. Ob er jemals wieder pfeifen darf? „Das ist mir völlig schnuppe“, meinte Armstrong. RaSo
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen