: Die PR-Katastrophe
■ Der VW-Aufsichtsrat tagt
Berlin (taz) – Während gegen den ehemaligen General-Motors- Manager López weiter ermittelt wird, traf sich gestern abend der VW-Aufsichtsrat zu einer außerordentlichen Sitzung. Mehrere Mitglieder des Gremiums hatten vor Beginn der Sitzung betont, daß sie auch im Falle einer Anklage hinter dem jetzigen VW-Einkaufschef stehen würden, bis die Vermutungen bewiesen seien.
Die Konzernaufseher wollen jetzt das ramponierte Image der Firma sanieren. Die rüden Attacken von VW-Chef Ferdinand Piäch gegen General Motors (Opel) und die Staatsanwaltschaft waren auf heftige Kritik gestoßen. Deshalb will der Aufsichtsrat offenbar weitere öffentliche Entgleisungen des Manager-Duos verhindern. Wahrscheinlich wird ein neuer Vorstandsposten für Öffentlichkeitsarbeit eingerichtet.
Außerdem sollte Piäch seine Strategie angesichts voraussichtlicher Verluste von bis zu 700 Millionen Mark darstellen. „Die Schicksalsfrage für Piäch ist nicht López, sondern schwarze Zahlen“, hat das Handelsblatt aus den gewöhnlich gut informierten Kreisen erfahren. Offenbar scheint den VW-Aufsehern das Team Piäch–Lopez unverzichtbar für die notwendigen Einsparungen. Auf den Börsen sieht man das offenbar genauso: VW-Aktien zogen vor der Sitzung kräftig an. lieb
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen