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Die Gurke des Tages: Eric Gerets

DIE

ERIC GERETS

Ein jeder Fußballer, der einigermaßen bei Sinnen ist, enthält sich gröblichen Foulspiels, wenn er bereits die gelbe Karte erblickt hat. Es gibt jedoch Spieler, die können das nicht. Zu dieser unfeinen Sorte gehört Eric Gerets, mittlerweile 36, aber kein bißchen fair.

Gegen Uruguay war er verwarnt worden war, nachdem er Ruben Paz von hinten mit der Entschlossenheit einer Injektionsnadel in die Beine gesprungen war, foulte dennoch unbeirrt weiter und Ruben Sosa hatte keine Mühe, sich mit einigen Halbschwalben den unangenehmen Widersacher vom Halse zu schaffen. Rote Karte - nichts Neues für Belgiens Fußballer des Jahres 1982, dessen wechselvolle Karriere ihn 1983 sogar zum AC Mailand führte, wo er bald entlassen wurde, weil seine tiefe Verstrickung in die Bestechungsaffäre bei seinem alten Verein Standard Lüttich ans Licht kam.

Nach dem Abbrummen der fälligen Sperre ging er zum PSV Eindhoven, wo sein Spezialgebiet - trotz seiner gefürchteten Einwürfe bis zum Elfmeterpunkt - weiterhin die physische Demontage des Kontrahenten ist. Seit jeher war Gerets als direkter Nachfahre jener alten Belgier, die schon Asterix und Obelix in Erstaunen versetzten, weil sie noch größere Haudraufs waren als die Gallier, vor allem ein zuverlässiger Garant für blaue Flecken, offene Wunden und malträtierte Gliedmaßen.

Völlig unfähig, auch nur einen einzigen Zweikampf sauber über die Runden zu bringen, ist er der ideale Schurke für jeden Fair-Play-Spot der FIFA. Kein Zweifel, Eric Gerets ist als Baby in einen Topf mit Knochenpolitur gefallen.

Matti

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