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Die Gesellschaftskritik Süß! Feldpostkarten!

Kommentar von

Arno Frank

Die Bundeswehr ruft Kinder auf, Bilder für Soldatinnen und Soldaten auf Auslandseinsatz zu zeichnen. Was sagt uns das?

F ast liest sich der Aufruf zu diesem Malwettbewerb, als hätte ihn die Caritas ausgelobt. Fast: "Lasst Eurer Fantasie freien Lauf und malt Bilder, die allen eine Freude machen, die die Weihnachtstage im Auslandseinsatz verbringen."

Es mag ja sein, dass für die Soldatinnen und Soldaten gemalte Feldpost von Kinderhand aus der Heimat etwas Aufheiterndes, Ermunterndes, vielleicht sogar Wehrertüchtigendes hat. Ehrlich ist es deshalb noch lange nicht: "Schickt Bilder in den Krieg" oder "Malt etwas Lustiges und schickt es in das Land, in dem kriegsähnliche Zustände herrschen" träfe es besser.

Noch lieber sähe man die Bilder, mit denen afghanische Kinder ihre entsetzlichen Traumata … nein, doch lieber nicht.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen

Arno Frank Inlandskorrespondent

4 Kommentare

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  • T
    Tanja

    Hm ob die Töchter der (bei der Bombardierung der Tanklastzüge) getöteten Zivilisten wohl auch noch zur Schule gehen? Und den Mördern ihrer Eltern auch artig Dankbarkeit zeigen? Fragen über Fragen...

  • R
    roterbaron

    Weil Mädchen zur Schule gehen können? Das ist also der wahre Grund? Sehr Interessant.

     

    Einbildung ist auch eine Bildung.

  • M
    Micha

    @Stefan: die noch lebenden Mädchen, die täglich in die zerbombten, oder nein...

  • S
    Stefan

    Stimmt, wenn die SoldatInnen vor Ort dafür sorgen, dass auch Mädchen zur Schule gehen können, dann sollten sie in jeder Minute wissen, dass sie die letzten Mörder sind, richtig?