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Kunstverein NeuköllnDie Farbe nach Außen tragen

Wie viel Lichtdurchlässigkeit braucht die Farbe, um sich den Weg über die Leinwand zu bahnen? In der von Barbara Duisberg kuratierten Ausstellung „Schimmern 01“ konfrontiert Vera Oxfort das Phänomen leuchtender Farbe mit der Kraft dunkler Ränder. Auf „Lume 1“ und „Hydro“ strebt tiefes Blau vom erhellten Zentrum weg und zieht den Bildraum genüsslich ins Außen, ins allumfassende Grau der umliegenden Wände. Und wie die weißen und pinken Felder auf „Pacifica“ von Bettina Weiß in schlanke Dreiecke auslaufen und dabei von kupfern-goldenen Spitzen flankiert werden, wie sie auf dem Holzquadrat, auf dem sich diese grafische Begegnung aus Acryl und Pastell abspielt, in die Höhe treiben – drängt sich „Metropolis“ ins Gedächtnis, diese zweigeteilte Stadt aus Licht und Dunkel. Hier scheint sie nun in Farbe getaucht, während die entgegengesetzten Kräfte immer noch aufeinander zu und voreinander weg treiben. Die Installation „Dark Red“ von Claudia von Funcke schließlich schenkt dem Licht eine buchstäbliche, feurige Behausung. nym

Bis 15. 9., Mi.–So. 14–20 Uhr, Mainzer Str. 42

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