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Die Blumen auf den Tisch geknallt

■ Kammholz FDP-Spitzenkandidat / Niederlage für Rexrodt

Axel Kammholz ist der Spitzenkandidat der FDP für die Abgeordnetenhauswahlen. Der 58jährige Chef der Abgeordnetenhausfraktion setzte sich auf dem gestrigen Parteitag gegen die stellvertretenden Landesvorsitzenden Jürgen Starnick und Jürgen Dittberner durch. Der ehemalige Senator Starnick gewann Listenplatz zwei. Kammholz wird als „Mann der Mitte“ angerechnet, daß er nach dem Rücktritt von Carola von Braun die damals zerrüttete Fraktion weitgehend einen konnte. Kammholz hat vor und nach seiner Kandidatur die vom Landesvorstand getroffene Koalitionsaussage zugunsten der CDU kritisiert.

Der Bundeswirtschaftsminister und Landesvorsitzende Günter Rexrodt überreichte Kammholz nicht die Glückwunschblumen, sondern knallte sie ihm wütend auf den Tisch. Rexrodt, von dem man sagt, daß er nicht gerade ein Freund von Kammholz ist, hat sich über dessen Kritik an seiner Koalitionsaussage maßlos geärgert. „Die Landowskys und Diepgens würden sich die Hände reiben über einen solchen unentschlossenen Eiertanz“, so Rexrodt.

Dem Parteitag war ein Streit um die Landesliste vorausgegangen, in dem die Befürworter von Bezirkslisten aus dem rechten FDP-Flügel unterlagen. Trotzdem verlief die Wahl der Kandidaten bis Redaktionsschluß ohne Streitereien. Auf den ersten sechs Plätzen wurde kein Parteirechter nominiert. Sollte die FDP die Fünfprozenthürde überspringen, könnte sie zehn Mandate gewinnen. diak

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