Die Anderen: Libration
■ Betr.: Die französische Zeitung zu Ruanda
Die französische Zeitung zu Ruanda:
Die Geschichte wiederholt sich, aber dieses Mal noch schlimmer. Jetzt ist es Burundi, das von den Symptomen der Gewalt befallen ist. Die ethnische Zusammensetzung ist dieselbe wie in Ruanda, aber die Minderheit der Tutsi ist nicht ohne Verteidigung.
Im Gegenteil, sie hat über das Land geherrscht, als ob es ihres wäre, und kontrolliert noch immer im wesentlichen die Armee. Eine schlagkräftige Armee, was ausreichen müßte, um von der Idee einer Intervention abzuraten. Diese Armee kommt aber zunehmend unter den Einfluß von Tutsi-Extremisten. Schon hat man in Bujumbura die Stadt von der Hutu- Bevölkerung „gesäubert“. Neue Flüchtlingsströme haben sich in Marsch gesetzt.
Ein Jahr nach dem Völkermord herrscht noch immer die Idee, daß der Tod des anderen das eigene Überleben bedingt. Sie hat sich sogar weiter ausgebreitet.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen