: „Die Abschöpfer“ verloren
■ Radio Bremen gewann vor Gericht im Verfahren um Film
Der Rechtsstreit um die Ausstrahlung der Fernseh-Dokumentation „Die Abschöpfer“ von Radio Bremen ist vorerst beendet. Die Allgemeine Hospitalgesellschaft AHG und die Gemeinschaft Psychosomatischer Therapie-Einrichtungen GPT, beide Saarbrücken, hatten die ARD nach der Sendung am 7. November 1991 auf Gegendarstellung und Unterlassung verklagt, am Mittwoch aber vor dem Landgericht München zwei umfangreiche Anträge zurückgezogen, nachdem das Gericht angedeutet hatte, daß die Anträge vermutlich aussichtslos sein würden.
In dem Bericht „Die Abschöpfer“ aus der ARD-Serie „Unter deutschen Dächern“ hatte der Kölner Journalist Gero Gemballa über dubiose Praktiken des saarländischen Privatklinik- Konzerns berichtet. Der Radio- Bremen-Film durfte erst ausgestrahlt werden, nachdem das Saarbrücker Landgericht eine einstweilige Verfügung gegen die TV-Dokumentation aufgehoben hatte. dpa
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen