Autor über Arisierung jüdischen Besitzes „Der Holocaust war keine Veranstaltung der Nazis“ Nahezu alle Deutschen waren beteiligt, indem sie profitierten, sagt Armin Flesch. Er recherchiert seit über zehn Jahren zur „Arisierung“. Interview von Amanda Böhm 1.2.2026
NS-Forscher über Gedenkkultur „Zwischen Tätern und Opfern besteht ein geschichtliches Vakuum“ Götz Aly kritisiert die Trennung von Täter- und Opfererzählungen. Ihm fehlt der Blick auf die Mehrheitsgesellschaft – auf Opportunismus, Feigheit und Mitläufertum. Interview von Jan Feddersen 27.1.2026
Gedenken an die friesische Freiheit Als in der Wesermarsch das Blut der Bauern floss Friesenverbände erinnern an die Butjadinger Bauernrepublik. Wer heute von „friesischer Freiheit“ spricht, muss auch von braunen Schatten erzählen. Von Robert Matthies 16.1.2026
Imagekampagne für Niedersachsen Kein Land für lahme Claims Kolumne Provinzhauptstadt von Nadine Conti Wenn die Landesregierung mal wieder eine Imagekampagne auslobt, kann das eigentlich nur schiefgehen. Mit oder ohne neuen Slogan. 16.1.2026
Hermann Esser, eine deutsche Karriere Hitlers Duzfreund Er war für Heimatliebe, Naherholung und Tourismus zuständig: Hermann Esser (1900 – 1981) – eine Biografie, wie sie bislang in keinem Buche stand. Von Karina Urbach 24.12.2025
„East Side Story“ am Gorki-Theater Jüdische Wut und Verzweiflung Drei jüdische Frauen kehren nach Deutschland zurück. Kann man hier noch leben?, fragen Lena Brasch und Juri Sternburg in ihrem „Jewsical“ am Berliner Maxim-Gorki-Theater. Von Verena Harzer 22.12.2025
Neue Kinder- und Jugendbücher Das Prinzip Hoffnung Bildstarke Erzählungen über außergewöhnliche Frauen erinnern an Judith Kerr und Jella Lepman, die Flucht aus Nazideutschland und ihr Leben mit Büchern. Von Eva-Christina Meier 17.12.2025
Wolfgang Beckers letzter Film im Kino Geschichte ist, was man dabei fühlt „Der Held vom Bahnhof Friedrichstraße“ ist Wolfgang Beckers letzter, postum vollendeter Film. Seine Betrugsklamotte fragt nach dem Umgang mit Vergangenheit. Von Barbara Schweizerhof 9.12.2025
Auseinandersetzung mit Identität „Ich wurde in Deutschland erst wirklich jüdisch“ Yfaat Weiss leitet das Dubnow-Institut in Leipzig. Ein Gespräch über jüdische Existenz, historische Verantwortung – und die Schönheit von Geschichte. Interview von Jan Feddersen 2.12.2025
Aufgeladene Worte Das angeblich Natürliche Eine Ausstellung im Berliner Deutschen Historischen Museum untersucht, wie sich der Begriff von Natur mit der deutschen Geschichte wandelte. Von Martin Conrads 26.11.2025
Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ Wo verstreute Seelen sich verbünden Julian Radlmaiers Komödie „Sehnsucht in Sangerhausen“ verbindet leichtfüßig Geschichte, Kapitalismuskritik und politische Fragen. Geister gibt’s auch. Von Dennis Vetter 25.11.2025
Die Deutschen und ihre Vergangenheit Geschichtskuscheln Kommentar von Georg Diez Das Befassen mit der eigenen Vergangenheit ist deutscher Volkssport. Aber nicht, um aus ihr zu lernen, sondern, um sich hinter ihr zu schützen. 13.11.2025
Neues Gedenkstättenkonzept der Regierung KZ-Gedenkstätten droht der Zerfall Das Kabinett verabschiedet Konzept für die Erinnerung an das NS-Regime und die SED-Diktatur. Die Erinnerung an die Kolonialverbrechen kommt nicht vor. Von Klaus Hillenbrand 12.11.2025
Theaterstück zur Bornplatzsynagoge Wiedergewinnung einer Synagoge Zerstörung und Verlust prägen jüdische Geschichte auch in Hamburg. Jetzt widmet sich ein Theaterstück dem Wiederaufbau der Bornplatzsynagoge. Von Jens Fischer 6.10.2025
55. Deutscher Historikertag in Bonn Kein neuer Antisemitismusstreit Der ganz große Knall blieb aus. Kontroversen wurden dennoch dezent sichtbar. Aufschlussreich waren neue Quellen zur NS-Besatzung in Osteuropa. Von Andreas Fanizadeh 21.9.2025
Neuer Kinofilm „Der Tiger“ Selbstbegegnung eines Ostfront-Täters Dennis Gansel wirft das Publikum in die tiefen Abgründe des 2. Weltkriegs: Es ist ein interpretationsfähiger Antikriegsfilm mit Stärken und Schwächen. Von Lennart Sämann 18.9.2025
Online-Projekt zur jüdischen Geschichte Wo das Reformjudentum seine Wurzeln hat Über die weltweit erste jüdische Reformsynagoge, eröffnet 1810 in Seesen, informiert ein neues Projekt des Portals „Jüdisches Niedersachsen online“. Von Petra Schellen 4.9.2025
Allerletztes Buch der Gereon-Rath-Reihe Praliné mit doppeltem Zeitsprung In „Westend“ lässt Volker Kutscher seine Kommissar Gereon Rath zurückblicken. Das von Kat Menschik illustrierte Buch ist ein Vergnügen für Fans. Von Gereon Asmuth 4.9.2025
Sexualforscher wird 200 Jahre alt Karl Heinrich Ulrichs kämpfte für die Homo-Liebe Der Mann aus dem ostfriesischen Aurich war seiner Zeit voraus. Trotz staatlicher Unterdrückung forderte er schon im 19. Jahrhundert die Ehe für alle. Von Krischan Meyer 28.8.2025
Künstlerin über Bäume in der Stadt „Bäume haben viel zu erzählen“ Bäume sind Teil der Stadtgesellschaft. Julia Nordholz lässt sie in ihrer Hamburger Soundinstallation „Parlament der Bäume“ zu Wort kommen. Interview von Wilfried Hippen 7.8.2025
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