: Deutsch-deutsche Kraftwerke
Kiel (ap) - In Lübeck ist ein 500-Megawatt-Kohlekraftwerk geplant, das Strom für die DDR und Fernwärme für die Hansestadt liefern soll. Wie Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Björn Engholm mitteilte, soll es 1995 ans Netz gehen und von der Preussen Elektra und mehreren DDR -Unternehmen gemeinsam betrieben werden. Die Kosten bezifferte er auf eine Milliarde Mark. Die Betreiber wollen ein weiteres Kraftwerk dieser Art in Rostock errichten.
Mit dem Lübecker Projekt könne „eine erhebliche Zahl von Arbeitsplätzen“ gesichert werden und die Hansestadt in den Aufbau eines Fernwärmenetzes einsteigen, sagte Engholm, der aus der Hafenstadt stammt. In der DDR könne die Stromversorgung sicherer und umweltfreundlicher gemacht werden.
Bei einer angenommenen Stromproduktion von drei Milliarden Kilowattstunden könne der Ausstoß von Kohlendioxid bei Stillegung entsprechender Braunkohlekapazitäten von 6,7 auf 2,6 Millionen Tonnen verringert werden. Ähnliches gelte für die Belastungen mit Schwefeldioxid und Stickstoff.
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