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Der taz FUTURZWEI-Fragebogen Was hat Ihr Denken beeinflusst, Karoline Eichhorn?

Die Theater-, Film- und Fernseh-Schauspielerin aus Stuttgart erlaubt uns Einblicke in ihr Leben jenseits der Kulissen.

taz FUTURZWEI: Was hat Ihr Denken beeinflusst?

Der Wunsch nach Freiheit.

Wer hat Ihr Denken beeinflusst?

An erster Stelle meine Eltern, die mich bedingungslos bestärkt haben, nach dieser Freiheit zu greifen.

Die neue taz FUTURZWEI

taz FUTURZWEI, das Magazin für Zukunft – Ausgabe N°37: Nachspielzeit.

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Die offene Gesellschaft liegt gegen Rechtspopulisten und Autoritäre höher im Rückstand, als sie wahrhaben will und es bleibt nicht mehr viel Zeit. Politik und Gesellschaft wirken gelähmt. Wir analysieren die Blockaden, suchen Auswege und finden Handlungsspielraum. Mit: Hartmut Rosa, Maja Göpel, Daniel Cohn-Bendit, Karoline Eichhorn, Alina Frieske, Ruth Fuentes, Dana Giesecke, Diana Kinnert, Reinhard Loske, Wolf Lotter, Anna-Verena Nosthoff, Lukas Rietzschel, Uwe Schneidewind, Harald Welzer u. v. m..

Ihre Lieblingsdenkerin, die sonst niemand kennt?

Die innere Stimme der Zuversicht.

An welchem gefährlichen Gedanken denken Sie rum?

Ich habe, wie sicher viele andere auch, Schwierigkeiten, die Zukunft zu umreißen. Was dazu führen kann, die Gegenwart zu verpassen.

Welche Diskussion ist komplett festgefahren?

Da fällt mir als Erstes die Rentenreform ein.

Welche Position langweilt sie?

Die meisten Positionen, die von reinem Narzissmus getrieben sind.

Welche drei Menschen der Zeitgeschichte würden Sie zu einem Abendessen einladen wollen?

Roald Amundsen, Jeanne Barret und natürlich Elvis, weil er so gern gegessen hat.

Welche drei Bücher würden Sie als Deutschlehrerin lesen lassen?

Animal Farm – George Orwell, Zeiten des Aufruhrs – Richard Yates, Zungen aus Stein – Sylvia Plath

Welche Künstler/-innen sind auf der Höhe der entscheidenden Fragen?

Nan Goldin, Jafar Panahi, Kirsten Lilford

Die überschätzteste Figur der Gegenwart überhaupt?

Da gibt’s auf den ersten Blick natürlich viele … stellt sich aber die Frage, ob wir sie nicht eher unterschätzt haben.

Warum scheuen Linke den Humor?

Unlängst waren 21 taz-Abonnenten in unseren „Vodkagesprächen“, sie haben immer wieder schallend gelacht, also geht doch.

Wissen Sie, was Sie hoffen?

Ja.

Findet Sie das Glück?

Durchaus.

Wem wären Sie lieber nie begegnet?

Dem ADAC-Mann. Sind uns so oft begegnet und immer gab’s Probleme.

Wann haben Sie aufgehört zu glauben, dass Sie klüger werden (oder glauben Sie es noch)?

Ich glaub’ immer noch dran.

Wenn Sie Macht hätten zu befehlen, was Ihnen heute richtig scheint, würden Sie es befehlen gegen den Widerspruch der Mehrheit? Ja oder nein?

Ja.

Wenn Sie und alle, die Sie kennen, tot sind – interessiert Sie dann die Weiterexistenz der Menschheit noch?

Ja, natürlich.

Worum geht es im Leben eigentlich?

Zu sich zu finden.

Gibt es zu viel des Guten?

Pinot Grigio in der Mittagssonne zu trinken ist definitiv zu viel des Guten.

Es gibt nur Gangster oder Trottel. Was sind Sie dann?

Manchmal fragt der Trottel, und der Gangster antwortet.

🐾 Lesen Sie weiter: Dieser Artikel erschien zuerst in der taz FUTURZWEI N°37 mit dem Titelthema „Nachspielzeit“. Jetzt bestellen im taz Shop.