piwik no script img

Haus am Lützowplatz/StudiogalerieDer Traum ist aus, es lebe der Traum

Aus dem Songtext von Notorius B.I.G.s „Juicy“ hat Kuratorin Laura Helena Wurth den Titel ihrer Gruppenausstellung in der Studiogalerie vom Haus am Lützowplatz ausgeborgt: „It was all a Dream“. Der Traum, den B.I.G. darin beschreibt, ist der vom sozialen und ökonomischen Aufstieg. Für Künstler*innen in Berlin scheint es mit diesem schwieriger zu werden – der Markt, die Mieten, Sie wissen schon. In dem Spannungsfeld zwischen jenem sehr konkreten und den Träumen, in die man sich vor dem Alltag flüchtet, operieren die fünf Künstlerinnen der Schau: Okka-Esther Hungerbühler mit ihren aus Bastelmaterial windschief zusammengeklebten Followern im Fanumhang, Verena Issel mit ihren pseudoantiken Ruinen aus vergilbtem Schaumstoff, Anne Ehrenstein mit ihren schön-schrecklichen, multimedialen Auseinandersetzungen mit exotistischen Souvenirs, Sophia Domagala mit ihren über die Leinwand wuchernden Sujets, Andrea Eva Györi mit ihren lustvollen Zeichnungen des Innenlebens eines Kürbisses. Herrliche Arbeiten allesamt, bitte weiterträumen. bsh

Bis 23. 2., Di.–So. 11–18 Uhr, Lützowplatz 9

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen