: Der Maulkorb für den Kritiker
KHARTUM dpa ■ Ein Journalist im Sudan ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er seiner Regierung vorgeworfen hatte, sie sei in den Sklavenhandel verstrickt. Nhial Bol, geschäftsführender Herausgeber der englischsprachigen Zeitung Khartoum Monitor, hatte einer US-Delegation berichtet, entführte Kinder aus dem Süden des Landes würden in Zügen der Staatsbahn in den Norden gebracht. Bol war am Dienstag verhaftet und bereits am Mittwoch zu 1.900 US-Dollar (2.150 Euro) oder ersatzweise sechs Monaten Haft verurteilt worden. Seine Zeitung muss 5.700 Dollar (6.450 Euro) für die Veröffentlichung zahlen.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen