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Der Maulkorb für den Kritiker

KHARTUM dpa ■ Ein Journalist im Sudan ist zu einer Geldstrafe verurteilt worden, weil er seiner Regierung vorgeworfen hatte, sie sei in den Sklavenhandel verstrickt. Nhial Bol, geschäftsführender Herausgeber der englischsprachigen Zeitung Khartoum Monitor, hatte einer US-Delegation berichtet, entführte Kinder aus dem Süden des Landes würden in Zügen der Staatsbahn in den Norden gebracht. Bol war am Dienstag verhaftet und bereits am Mittwoch zu 1.900 US-Dollar (2.150 Euro) oder ersatzweise sechs Monaten Haft verurteilt worden. Seine Zeitung muss 5.700 Dollar (6.450 Euro) für die Veröffentlichung zahlen.